Das heilsame Vakuum:

Geschichtliches:
Bereits vor 3000 Jahren war das Schröpfen in Mesopotamien bekannt, später eigentlich auf allen Kontinenten. Es hat seinen Platz in der traditionellen chinesischen und indischen Medizin genauso wie in den Traditionen von Südamerika und nicht zuletzt in der Medizin Europas. Besonders Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim 1493 - 1541) und der Wiener Mediziner Bernhard Aschner (1883-1960) waren große Befürworter der Heilwirkung durch Schröpfen.
Anwendung:
In meiner Praxis wende ich das klassische Schröpfverfahren an. Dabei wird mittels einer Flamme die Luft in einem Schröpfglas kurz erhitzt und teilweise verbrannt. Das Glas wird dann schnell auf die entsprechende Körperstelle gesetzt. Der Unterdruck im Glas sorgt dafür, dass sich der Schröpfkopf festsaugt.
Wirkungsweise:
Durch den Unterdruck im Schröpfkopf wird im Areal um und unter dem Schröpfkopf die Durchblutung verändert. Das Schröpfen wirkt dabei lokal auf Verspannungen und Verhärtungen, aber auch auf die inneren Organe über die entsprechenden Reflexzonen.
Anwendungsgebiete:
Verspannungen, Rücken- und Gelenkprobleme, Sportverletzungen, Asthma, Darmerkrankungen, Migräne, ...
Formen:
Schröpfen kann grundsätzlich auf 3 Arten erfolgen:
- Trockenes Schröpfen: Dabei werden die Schröpfköpfe einfach auf die Haut gesetzt, die manchmal noch zur Verstärkung mit Schröpfsalbe (durchblutungsfördernd) vorbehandelt ist.
- blutiges Schröpfen: Hier wird vor dem Aufsetzen des Schröpfkopfes die Haut leicht angeritzt oder gepiekt, so dass der Schröpfkopf etwas Blut ziehen kann.
- Schröpfmassage: Dabei wird ein Schröpfkopf über die Haut geschoben, meist entlang der Rückenstrecker.


