Der Mythos hinter dem Logo
Halbgott, Heilkundiger, Freund der Götter und, zumindest der Gestalt nach, ein typischer Kentauer, also ein Fabelwesen mit menschlichem Kopf, Schultern und Armen und dem Körper eines Pferdes - so beschreibt die griechische Mythologie Cheiron, den Erzieher des Asklepius. Doch was hat dieser Halbmensch mit der Heilkunde zu tun? Cheiron war der Sohn des großen Kronos und der Philyra und damit ein Halbbruder des Göttervaters Zeus. Er war, ganz anders als die anderen Kentauren, die "ungeschlacht und wild" waren und die Götter verachteten, ist Cheiron ein Freund der Götter. Von Apollo lernt Cheiron die Heilkunst und er wird ein großer Arzt und Wissender. Vier der wichtigsten griechischen Helden sind seine Schüler: Jason, (er sucht später mit den Argonauten nach dem goldenen Vlies) Aktaion, Aristaios und Achilles (der große Held, der vor Troja durch eine Pfeilwunde in der sprichwörtlichen Achillessehne stirbt).
Für die Heilkunde in der Antike ist Cheiron aber der Beginn der Zeitrechnung: Als Apollon die Mutter von Asklepios tötet (die angeblich mit einem Sterblichen fremdgegangen war), rettet Apoll den noch ungeborenen Asklepios aus dem Bauch der toten Mutter und bringt ihn zu Cheiron, der ihn aufzieht und ihm die Heilkunst beibringt. Es ist jener Asklepios, der später zum Gott der Heilkunde aufstieg und dessen zwei Nattern heute noch Weltweit für die Medizin stehen (auch im Logo des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker).
Cheiron selbst wird von Herakles, als dieser Jagd auf die Kentauren macht, versehentlich mit einem vergifteten Pfeil verwundet. Der Halbgott kann zwar nicht sterben, muss aber Höllenqualen erleiden. Daher verzichtete er zugunsten des Prometheus (der dafür, dass er den Menschen das Feuer brachte, auf ewig in Ketten darben musste) auf seine Unsterblichkeit. Nach seinem Tod setzte Zeus Cheiron als Andenken an den nächtlichen Sternenhimmel: Es ist das noch heute bekannte Sternbild Centaur!


