Ausleitung mit dem Nadelkopf:

BaunscheidtgerätGeschichtliches:

Das Baunscheidt-Verfahren wurde 1848 vom Ingenieur Carl Baunscheidt erfunden. Die Idee kam ihm, so will es die Legende, an einem lauen Sommerabend, als Stechmücken sein von Rheuma stark schmerzendes Handgelenk zerstachen. Wie gewöhnlich bildeten sich in kurzer Zeit Quaddeln und eine Hautrötung.  Am nächsten Morgen stellte er erstaunt fest, dass seine rheumatischen Schmerzen verschwunden waren.  Also machte er sich daran, diese Mückenstiche nachzuahmen: Ein Nadelkopf mit 36 Nadeln, ein Gerät zum Stechen und das hautreizende Baunscheidt-Öl kamen dabei heraus.

Anwendung:

Mit dem Nadelkopf wird die Haut rund um die Behandlungsstelle leicht punktiert (max 0,5 – 1 mm tief). Dann wird auf diese Stiche Baunscheidtöl (eine Mischung aus ätherischen Ölen und Histamin) aufgebracht. Die Stelle erwärmt sich, fängt leicht zu jucken an und es bilden sich kleine rote Pusteln, vergleichbar mit einem Brennessel-Ausschlag, allerding bei weitem nicht so unangenehm. Dieser Ausschlag verschwindet restlos wieder nach ca. 20 – 30 min (in seltenen Fällen dauert es mal 1 Stunde).

Wirkweise:


Wie bei den Mückenstichen erzeugt Baunscheidtieren einen Ausschlag (für ca. 20-30 min.), dieser Ausschlag verändert in der Region rund um den Anwendungsort die Durchblutung und regt das Immunsystem an. Diese Änderungen dämpfen einerseits die Schmerzreaktion, sorgen durch die bessere Durchblutung für einen Abtransport von Entzündungsstoffen (Fibrin) und durch die kurze Immunreaktion werden chronische Entzündungsprozesse aktualisiert und im Nachgang gemildert.

Anwendungsgebiete

Wirbelsäulenerkrankungen, Arthrose, Gicht, Nachbehandlung von Unfallverletzungen
als Reflexzonentherapie (vergleichbar mit der Akupunktur) auch bei anderen Erkrankungen

Spezialgebiet Kniearthrose:
Selbstverständlich kann durch das Baunscheidtverfahren kein Knorpel regeneriert werden. Der Schmerz, der den Patienten so stark behindert, entsteht aber nur ganz selten an den Knorpelflächen, es ist die Gelenkkapsel und die anschließenden Bänder, die sich entzünden und so Schmerzen verursachen. Hier liegt auch der Grund, warum die meisten Arthrose-Patienten nachts, in Ruhe von Schmerzen geplagt werden. Die Baunscheidttherapie dämpft diese Entzündungsreaktionen und kann so ein Leben mit der Arthrose ohne oder mit wenig Beschwerden ermöglichen.

 

© 2009 Stefan Grießinger IMPRESSUM
Landsberg am Lech